Ausbildung zum Mediator

Hervorgehoben

Die feierliche Abschlußfeier zur Ausbildung zum Mediator bei der ARGE Bildungsmanagement (Sigmund Freud Privatuniversität). 1 1/2 Jahre sind vergangen wie im Flug und haben doch deutliche Spuren bei mir hinterlassen. Gemeinsam mit einer lebendigen Truppe von Wissensdurstigen haben wir uns der irrwitzen Herausforderung gestellt, die ungelösten Konflikte von unseren Mitmenschen in Zukunft konstruktiv regeln zu wollen. Jedes Mal ein Sprung ins kalte Wasser, aber ja nicht aufhören zu schwimmen – irgendwann ist immer Land in Sicht (oder zumindest mehr Grund). 28276477_1259268314204063_7032840024429288415_n

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Der weite Weg zum Glück – Interview mit Forscher der Grant-Studie

 

Tiefsinniges Interview mit dem aktuellen Leiter der Grant-Studie, George Vaillant über die Forschungsergebnisse zum Glück. Seit 75 Jahren erforscht eine Gruppe von Wissenschaftlern, wie Menschen ein erfülltes Leben gelingt. Was machen glückliche Menschen anders als andere? Die Grant-Studie versucht diese Frage zu beantworten. 268 Harvard-Absolventen, Jahrgang 1910 aufwärts, wurden vom Studium bis zum Ruhestand begleitet. Zu den Teilnehmern zählten der spätere Präsident John F. Kennedy und Theodore Kaczynski, der Unabomber.
Ein paar Zitate:

„Das kurze Glück ist das Geschwisterchen der Lust“

„Können Sie die Definition von Glück prägnant in einem Satz formulieren?
Glück ist, nicht immer alles gleich und sofort zu wollen, sondern sogar weniger zu wollen. Das heißt, seine Impulse zu kontrollieren und seinen Trieben nicht gleich nachzugeben. Die wahre Glückseligkeit liegt dann in der echten und tiefen Bindung mit anderen Menschen.“

„Unterscheidet sich denn das Glück der Frauen von dem der Männer?
Frauen sind von Natur aus bessere Geber. Geben und Schenken macht nun mal zufriedener als Nehmen. Frauen sind außerdem reif genug, um mit den Veränderungen im Erwachsenenleben besser umzugehen. Sie sind auf Veränderung programmiert. Männer bleiben Kleinkinder.“

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/39739/Der-weite-Weg-zum-Glueck

Verfahren beim ASG (Arbeits- und Sozialgericht) – Tipps zur Prozessvorbereitung

Im neuen Heft 6582 des ARD (Aktuelles Recht zum Dienstverhältnis) stellt Dr. Huger eine Übersicht des Verfahrens und praxisrelevante Tipps zur Vorbereitung des Gerichtsverfahrens vor (z.B. keine Anwaltspflicht, Umgang mit Beweismitteln, Zeugenpflichten, Rolle der Sachverständigen, Risikomanagement). ard

Darf der Arbeitgeber das Tragen eines Kopftuchs verbieten?

Kompakte Zusammenfassung von Dr. Wiesinger zu diesem aktuellen Thema. Drei Gerichtsentscheidungen (eine vom OGH, zwei vom EuGH) zur Zulässigkeit des Verbots, als Arbeitnehmer ein Kopftuch zu tragen, sorgen vielleicht für etwas Verwirrung. Hier wird eine Hilfestellung für den Praktiker geboten – verbunden mit der Warnung, dass es sich um eine momentane Bestandsaufnahme handelt. Eventuell ist mit weiteren Entscheidungen zu rechnen.

Unternehmen können als religiös neutrale Firma auftreten (Neutralitätspolitik) und damit auch das Kopftuch tragen verbieten. Wenn aufgrund von einer konkreten Kundenbeschwerde einer Person das Tragen verboten wird, ist es aber diskriminierend und unzulässig. Offen ist, ob Mitarbeiter ohne Kundenkontakt ebenso darunter fallen würden. Eine Versetzung in einen Bereich ohne Kundenkontakt wird unterschiedlich bewertet.

Gestalten von Arbeitsbedingungen aus christlicher Sicht

Inspirierendes Interview mit Bendediktinerpater Anselm Grün (Kurier, 15.4.2017) über Führung, Konflikte und Gestalten von förderlichen Arbeitsbedingungen. Nach langjähriger Managementerfahrung im Klerus bringt er einige Kernthemen auf den Punkt:

258.354.334Arbeitsatmosphäre

„Denn wenn die Führungskraft eine gute Arbeitsatmosphäre schafft, dann tut sie den Menschen gut. Wenn ein gutes Klima herrscht, weil die Führungskraft die Mitarbeiter ermutigen kann, dann ist das auch eine Art Seelsorge oder sowas wie Therapie für die Menschen. Wobei ich glaube, dass die Führungskraft nicht Therapeut sein soll. Aber indem ich eine gute Atmosphäre schaffe und die Menschen gut einsetze, ihre Fähigkeiten entwickle, diene ich auch ihrer Gesundheit.“

Trennungsmanagement

„Die Entscheidung darf nie gegen jemanden sein. Ich musste auch zwei Mal Menschen entlassen, aber das diente dem Ganzen. Wenn jemand die Atmosphäre vergiftet, gebe ich dem zu viel Macht und muss auch Grenzen setzen. Natürlich soll ich nicht gleich kündigen, sondern schauen, ob der sich wandeln kann, ob es eine Einsicht gibt. Aber wenn da überhaupt keine Wandlung ist, wenn ich spüre, das geht nicht weiter, er plagt sich, die Leute um ihn herum werden unleidlicher, dann muss ich einfach eine Entscheidung treffen, die nicht so angenehm ist. Oder wenn ich merke, der wird hier nicht glücklich. Wenn ich jemanden kündige, darf ich ihm aber nie die Hoffnung nehmen, ich muss immer die Würde achten – und es muss immer menschlich sein: mit einem Gespräch, mit einer Begründung und nicht feige anonym.“

Konflikte

„Konflikte zu lösen heißt für mich immer, dass ich Menschen zum gemeinsamen Gespräch einlade. Und dass ich nie vorher schon die Lösung habe und sage, wo es lang geht. Sondern: Da ist ein Problem und wir müssen das lösen. Ich gebe den Mitarbeitern immer auch die Chance, dass sie Vorschläge haben. Ich muss dann am Schluss natürlich entscheiden, aber wenn ich mit der Lösung ins Gespräch gehe, nehme ich die Mitarbeiter nicht ernst.“

Changemanagement

„Ich sage Wandlung statt Veränderung. Im persönlichen Bereich ist es ja Mode, dass man sich ständig verändern will. Man ändert alle zwei Jahre Ernährungsmethoden, Sportmethoden, psychologische Methoden – und bleibt doch immer der Gleiche. Weil im Verändern etwas Aggressives liegt: Ich muss ein anderer Mensch werden, alles muss anders werden. Oder wenn eine Unternehmensberatung eine Firma total ändern will, dann weckt sie erst einmal Gegenkraft, weil sie vermittelt: Ihr seid schlecht, was ihr gemacht habt, war nichts. Die christliche Antwort darauf ist Verwandlung. Das heißt im persönlichen Bereich: Ich würdige mich so, wie ich geworden bin, es darf alles so sein, aber ich bin noch nicht der, der ich von meinem Wesen her sein könnte. Theologisch ausgedrückt: Ich bin noch nicht dieses einmalige Bild, dass Gott sich von mir gemacht hat.“

Führungsstil

„Ich glaube, das Wichtigste war, dass sie gespürt haben, dass ich ihnen vertraue und ihnen ein Stück Freiheit gebe. Dass ich nicht alles misstrauisch kontrolliere, und sie motiviere, selbst neue Ideen zu entwickeln. Wir haben ja viele Handwerksbetriebe und es war mir wichtig, dass sie Lust haben, neue Ideen zu entwickeln. Dass ich den Raum schaffe, wo Ideen möglich sind und wo man auch schaut, dass man sie verwirklichen kann.“

„Bipolar-Academy.com“ Online-Psychoedukation

Screenshot 2017-04-14 10.30.39In acht Online-Videos wird über die bipolare affektive Störung („manisch-depressive Krankheit“) für Betroffene, Angehörige und Interessierte aufgeklärt. Sinnvoll ist beispielsweise der Einsatz in Organisationen, um über diese psychische Krankheit auf moderne und wissenschaftlich abgesicherte Weise zu informieren.

„In der ersten Einheit der Bipolar-Academy zeigen wir dir, was es mit der Bipolar Affektiven Erkrankung auf sich hat und wir geben dir einen Ausblick darauf, wie Depression und Manie in den Griff zu bekommen sind.“ Die ersten zwei Videos sind kostenfrei, danach sind aktuell 14,99€ für die übrigen sechs Videos zu bezahlen.

Psy-Evaluierungen in der Praxis, EU-Studie

Aktuelle Studie über Evaluierungen in der EU, 10 Fallbetriebe und Empfehlungen

Screenshot 2017-02-13 13.58.04.pngTipp von Dr. Blind