Fachtagung: Krank vom Job. Zeitgemäße Anerkennung von Berufskrankheiten

Am 29.11.2016 findet in Linz eine Int. #Tagung „#Krank vom #Job. Zeitgemäße Anerkennung von #Berufskrankheiten“ mit zB Prof.#Siegrist (#Gratifikationskrise) statt. Es wird ein spannenden Diskussion ob psychische Erkrankungen kausal auf belastenden Arbeitsbedingungen zurückzuführen sind (wie zb bei Lärm). Bisher gibt es schon den Begriff der arbeitsbedingten Erkrankung, der jedoch nicht den versicherungsrechtlichen Stellenwert einer Berufskrankheit hat.

Screenshot 2016-10-31 13.59.05.pngWann:29. November 2016, 8.30-16.30 Uhr
Wo:AK Linz, Kongresssaal, Volksgartenstraße 40, 4020 Linz
Wer: AK Oberösterreich und Arbeitnehmerkammer Bremen
Einleitende Worte des Veranstalters:

Wenn Arbeit krank macht, dann braucht es eine gute soziale Absicherung. Zahlreiche arbeitsbedingte Krankheiten werden jedoch nicht als Berufskrankheit anerkannt. Das liegt einerseits an einer nicht mehr zeitgemäßen Berufskrankheitenliste und andererseits an einem Anerkennungssystem, das schwer zu durchschauen ist und bestimmte Diagnosen grundsätzlich auszuschließen scheint.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich möchte gemeinsam mit der Arbeitnehmerkammer Bremen arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse aufzeigen und einen internationalen Systemvergleich anstellen. Als Vortragender konnte – unter anderen – der bekannte deutsche Medizinsoziologe Prof. Dr. Johannes Siegrist gewonnen werden.

Aus dem Inhalt:

  • Arbeitsbedingte psychische Erkrankungen am Beispiel Depression: Aktuelle Evidenz und praktische Folgerungen
    Prof. Dr. Johannes Siegrist, Seniorprofessor für psychosoziale Arbeitsbelastungsforschung, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Arbeitsbedingte Muskel-Skelett-Erkrankungen – Definition, Vorsorgekonzept, Entschädigung in Deutschland
    Dr. med Falk Liebers, MSc, Arbeitsmediziner, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Berlin
  • Berufskrankheiten – die sozialrechtliche Situation in Österreich
    Mag. Karl Brandstetter, Sozialrechts-Experte AK Oberösterreich
  • Berufskrankheiten – die aktuelle Situation in Deutschland
    Barbara Reuhl, Arbeitnehmerschutz-Expertin AK Bremen
  • Berufskrankheiten in Europa,
    Laurent Vogel, Senior-Researcher, European Trade Union Institute (ETUI), Brüssel; Vortrag in Englisch mit Simultanübersetzung
  • Berufskrankheitenliste gestern, heute, morgen
    Mag.a Christa Marischka, Sozialrechts-Expertin AK Wien
  • Ist das Berufskrankheitenrecht noch zeitgemäß?
    Podiumsdiskussion mit den Vortragenden Laurent Vogel, Barbara Reuhl, Mag.a Christa Marischka, Mag. Karl Brandstetter sowie DI Georg Effenberger (AUVA Wien) und Prim. Dr. Erich Pospischil (Öst. Gesellschaft für Arbeitsmedizin)
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Tagung: Psychiatrie im Spannungsfeld von virtuellen und realen Arbeitsanforderungen

Screenshot 2016-10-31 12.59.49.pngAm Freitag, den 16. Dezember 2016 findet eine ganztägige #Fachtagung zum Thema psychische #Belastungen in der heutigen #Arbeitswelt, diesmal aus einer multidisziplinären, medizinischen, psychiatrischen Sicht statt.

 Einleitende Worte der Veranstalter:

Die Dynamisierung im Bereich Telekommunikation bzw. der Computertechnik inklusive der Fortentwicklung von Internet und sozialen Medien hat zu einer massiven Zunahme der Anforderungen an unsere Arbeitswelt geführt.

Dies hat zu einer Intensivierung der Erwartungen an die Kompetenz der Kommunikation und Führung von MitarbeiterInnen geführt. Zusätzlich kommt es durch zunehmende Digitalisierung und den Ersatz von menschlichen Arbeitskräften durch Roboter zu einer Verlagerung der Aufgaben von Fachkräften, insbesondere auch im Bereich von therapeutischen und medizinischen Leistungen. Außerdem verlieren Personen, die nicht psychisch belastbar sind oft den Anschluss an diese Anforderungen und werden oft stigmatisiert.

Der diesjährige Fachtag Psychiatrie ermöglicht wieder einen multidisziplinären Diskurs und fachlichen Austausch von allen Berufsgruppen im Bereich von Medizin, Therapie und Pflege zu diesem brisanten Thema.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und auf einen spannenden, interessanten Erfahrungsaustausch im Rahmen dieser hochinformativen Veranstaltung.

Veranstaltungsort

Casino Baumgarten
Linzer Straße 297
1140 Wien

Initiatoren und Wissenschaftliche Leitung

Chefarzt Prim. Dr. Georg Psota
Leiter des PSD Wien

Prim. Dr. Andreas Walter
Leiter der Stabstelle Psychiatrie,
Pflegewohnhaus Donaustadt – Sozialmedizinisches Zentrum Ost

Das Problemgespräch

Die Autoren Hoffmann, Lilienfeld-Toal, Metz und Kordelle-Elfner beschreiben in ihren Buch „Stopp – Kinder gehen gewaltfrei mit Konflikten um: 1. bis 4. Klasse“ verschiedene Übungen, um Konflikte gewaltfrei zu regeln. Besonders gefällt mir daraus die Übung „Das Problemgespräch“, in der Kinder ermuntern werden, Probleme direkt mit ihrem gegenüber unter Beachtung einiger Kommunikationsregeln (Ich-Botschaften, Ausreden lassen…)  anzusprechen. Damit ist ein Grundstein gelegt für einen späteren respektvollen Umgang miteinander.

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Reminder: Mobbingkongress 2016

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In zwei Wochen findet der 2. Mobbing-Kongress in Wels statt. Von 28.- 29.10.2016 werden ExpertInnen über Maßnahmen und Interventionen gegen Mobbing referieren. Ich habe die Gelegenheit meine Arbeit in der unabhängigen Mobbingberatungsstelle des Magistrat Wien vorzustellen. Neben einem Überblick über das Beratungs- und Interventionskonzept der Stelle werde ich über meine nunmehr neunjährige Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung berichten und an einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde (z.B. Prof. Kolodej, Mag. Smutny) teilnehmen. Vielleicht sehen wir uns dort:)

Kongress-Programm

 

DG Cases Psychiatrie

unbenannt

http://dgcases.docguide.com/

„DG Cases verbessert Ihre Genauigkeit bei der Diagnosestellung und Ihre Fähigkeiten bei der klinischen Entscheidungsfindung, indem Sie online medizinische Fälle einsehen und an diesen mitwirken können. Es werden Krankheitsfälle aus über 2000+ medizinischen Fallberichten im Fachgebiet Psychiatrie ausgewählt.“

Als klinischer Psychologe wird mir bei diesen Fallgeschichten wieder deutlich bewusst, wie weit sich die pharmakologische Behandlung weiterentwickelt hat (ohne mich darüber zu informieren :). Aber wie sagte schon so schön der Psychotherapie-Forscher Grawe: Die Medikamente können den Boden bereiten für eine Veränderung des Verhaltens, um dadurch neue, positive Erfahrungen zu sammeln. Aber ohne begleitender therapeutischer Unterstützung bleibt das Potential dieser Wirkstoffe im Gehirn nicht ausgenützt.

 

TED-Talk: William Ury – The walk from „no“ to „yes“

Inspirierender TED-Vortrag von William Ury über einfache Möglichkeiten der Vermittlung oder Mediation, die aber für uns Menschen, mit unserer menschlichen Anlage und Temperament, umso schwerer zu nutzen sind. Er erwähnt eine schöne Geschichte über ein Volk in Afrika, welches noch so lebt wie unsere Vorfahren in der Steinzeit. Wenn es Spannungen gibt in der Gruppe, werden die giftigen Pfeilwaffen außerhalb des Dorfes versteckt und dann redet man so lange bis es eine Lösung gibt. Wenn es ganz heftig wird, schickt man Beteiligte in anderes Dorf zu Verwandte, um den Konflikt abzukühlen. So hat unsere Spezies Jahrtausende überlebt, indem das stammesgeschichtliche  Erbe mit dem blitzschnellen Angriff-Flucht-Stress-Programm ausgetrickst wurde.

tesEin zweiter, im Grund sehr einfacher, Gedanke ist: bei einem Konflikt gibt es immer zwei Seiten. Der Weg zum Frieden ist die dritte Seite, das sind wir, die nicht direkt Beteiligten. Wir können aus einer Außenperspektiven den Streitenden bewusst machen, was hier auf dem Spiel steht (Kinder, Familie, Gesundheit, Untergang…). Er nennt es die Balkon-Perspektive einnehmen.

Eine konkrete Umsetzung dieser Ideen ist der Abraham-Weg. Fremden Menschen zu besuchen und Gastfreundschaft erleben. Oder selbst gastfreundlich zu Fremden sein. Hier berichtet er von eindrucksvollen Erlebnissen im Nahen Osten.

OpenThesaurus

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