„Bipolar-Academy.com“ Online-Psychoedukation

Screenshot 2017-04-14 10.30.39In acht Online-Videos wird über die bipolare affektive Störung („manisch-depressive Krankheit“) für Betroffene, Angehörige und Interessierte aufgeklärt. Sinnvoll ist beispielsweise der Einsatz in Organisationen, um über diese psychische Krankheit auf moderne und wissenschaftlich abgesicherte Weise zu informieren.

„In der ersten Einheit der Bipolar-Academy zeigen wir dir, was es mit der Bipolar Affektiven Erkrankung auf sich hat und wir geben dir einen Ausblick darauf, wie Depression und Manie in den Griff zu bekommen sind.“ Die ersten zwei Videos sind kostenfrei, danach sind aktuell 14,99€ für die übrigen sechs Videos zu bezahlen.

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Psy-Evaluierungen in der Praxis, EU-Studie

Aktuelle Studie über Evaluierungen in der EU, 10 Fallbetriebe und Empfehlungen

Screenshot 2017-02-13 13.58.04.pngTipp von Dr. Blind

 

 

Heute schon getratscht?

In seinem Buch „Klatsch und Tratsch, wie der Mensch zur Sprache fand“ stellt Robin Dunbar die Ergebnisse seiner  Forschergruppe vor. Er bringt Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Gehirn-, Körper- und Gruppengröße. Kurzgesagt haben Tiere, welche ihre Nahrung sehr einfach finden, in Relation ein kleineres Gehirn (z.B. Kühe, Pferde). Bei Tieren in Gruppenverband wird ein größerer Neocortex festgestellt, da diese komplexerer Abläufe bewältigen müssen als von einem einzelgängerischen Tier. Um die eigene Gruppe zu verstehen, ist mehr Raffinesse und Einfühlungsvermögen nötig. Ohne Empathie wäre kein Gruppenverhalten denkbar, welches länger bestand hat, also hat es evolutionären Wettbewerbsvorteile gebracht. Interessant ist die Herleitung vom Lausen der Affen. Das Grooming hatte den Zweck die Kleingruppe zusammenzuhalten. Als die Gruppengröße stieg und das Lausen zu zeitintensiv wurde, könnte sich die Sprache entwickelt haben. Mittels der Sprache erreichte man mehr Mitglieder, um sie mittels Tratsch und Klatsch über Neues zu informieren, sich über Schicksale auszutauschen oder die überlebenswichtigen Normen der Gruppe zu festigen. Man konnte direkt kommunizieren, sich verbünden, sich besänftigen oder Zusagen machen. Die Kommunikation des heutigen Menschen besteht zu  einem großen Teil aus persönlichen Geschichten, bad news oder Gossip (z.B. die Faszination von Seifenopern und Serien, Talkshows). Die Kehrseite davon ist, dass gerade negative, beschämende oder peinliche (Halb)wahrheiten und Gerüche rasch Verbreitung finden. Ursprünglich hatte dies den Zweck das Überleben der Gruppe zu sichern, indem z.B. Regelverletzungen offengelegt wurden (siehe: auf den Pranger stellen). Heute kann es zu Mobbing eskalieren und jeder übernimmt seine Verantwortung für sein Tun bzw. Zusehen (Stichwort Bystander-Effekt).

 

Burnout-Manual für Klinik und Praxis

Lalouschek, W. (2011). Burnout-Manual für Klinik und Praxis. Wien: Verlagshaus der Ärzte.

Mit knappen Worten beschreibt Univ.Prof. Wolfgang Lalouschek seine Erfahrungen und Handlungsempfehlungen in diesem dünnen Büchlein für Allgemein-Mediziner und interessierte Fachkollegen.

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Das Gift der Empathie

Im Beitrag des Falters über das Buch von Fritz Breithaupt  (Die dunklen Seiten der Empathie, Surhkamp) und anschließenden Interview werden neue Facetten des positiv besetzen Begriffs Empathie vorgeführt. Beim Stockholmsyndrom hat man Mitgefühl mit dem Falschen, dem Geiselnehmer. Der Terrorist hat nur Empathie für seine vermeintlich gegeißelte Gruppe. Empathische Vampire saugen einem die Lebensenergie aus, um ihre Ziele zu erreichen. Helikoptereltern lassen Kindern keine Chance auf Entwicklung, Stalker verkehren ihre enttäuschte Liebe in Hass um. Ohne Empathie wäre kein Gruppenverhalten denkbar, welches länger bestand hat, also hat es evolutionären Wettbewerbsvorteile gebracht. Interessant ist die Herleitung vom Lausen der Affen. Die Ergebnisse der Forschergruppe um Robin Dunbar sehen einen Zusammenhang zwischen Gruppenverhalten und Sprachentwicklung. Das Grooming hatte den Zweck die Kleingruppe zusammenzuhalten. Als die Gruppengröße stieg und das Lausen zu zeitintensiv wurde, könnte sich die Sprache entwickelt haben. Mittels der Sprache erreichte man mehr Mitglieder, um sie mittels Tratsch und Klatsch über Neues zu informieren, sich über Schicksale auszutauschen oder die überlebenswichtigen Normen der Gruppe zu festigen.

„klicksafe.de“ Sicher im Netz

Eine informative Homepage mit aktuellen Infos und Materialien zum Thema sicheren Umgang mit dem Internet. Die Website http://www.klicksafe.de ist Bestandteil der Initiative klicksafe im CEF (Connecting Europe Facility) Telecom Programm der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet. In Deutschland ist die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Landesanstalt für Medien (LfM) Nordrhein-Westfalen mit der Umsetzung beauftragt.

Themenbereiche:

Fachtagung: Krank vom Job. Zeitgemäße Anerkennung von Berufskrankheiten

Am 29.11.2016 findet in Linz eine Int. #Tagung „#Krank vom #Job. Zeitgemäße Anerkennung von #Berufskrankheiten“ mit zB Prof.#Siegrist (#Gratifikationskrise) statt. Es wird ein spannenden Diskussion ob psychische Erkrankungen kausal auf belastenden Arbeitsbedingungen zurückzuführen sind (wie zb bei Lärm). Bisher gibt es schon den Begriff der arbeitsbedingten Erkrankung, der jedoch nicht den versicherungsrechtlichen Stellenwert einer Berufskrankheit hat.

Screenshot 2016-10-31 13.59.05.pngWann:29. November 2016, 8.30-16.30 Uhr
Wo:AK Linz, Kongresssaal, Volksgartenstraße 40, 4020 Linz
Wer: AK Oberösterreich und Arbeitnehmerkammer Bremen
Einleitende Worte des Veranstalters:

Wenn Arbeit krank macht, dann braucht es eine gute soziale Absicherung. Zahlreiche arbeitsbedingte Krankheiten werden jedoch nicht als Berufskrankheit anerkannt. Das liegt einerseits an einer nicht mehr zeitgemäßen Berufskrankheitenliste und andererseits an einem Anerkennungssystem, das schwer zu durchschauen ist und bestimmte Diagnosen grundsätzlich auszuschließen scheint.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich möchte gemeinsam mit der Arbeitnehmerkammer Bremen arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse aufzeigen und einen internationalen Systemvergleich anstellen. Als Vortragender konnte – unter anderen – der bekannte deutsche Medizinsoziologe Prof. Dr. Johannes Siegrist gewonnen werden.

Aus dem Inhalt:

  • Arbeitsbedingte psychische Erkrankungen am Beispiel Depression: Aktuelle Evidenz und praktische Folgerungen
    Prof. Dr. Johannes Siegrist, Seniorprofessor für psychosoziale Arbeitsbelastungsforschung, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Arbeitsbedingte Muskel-Skelett-Erkrankungen – Definition, Vorsorgekonzept, Entschädigung in Deutschland
    Dr. med Falk Liebers, MSc, Arbeitsmediziner, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Berlin
  • Berufskrankheiten – die sozialrechtliche Situation in Österreich
    Mag. Karl Brandstetter, Sozialrechts-Experte AK Oberösterreich
  • Berufskrankheiten – die aktuelle Situation in Deutschland
    Barbara Reuhl, Arbeitnehmerschutz-Expertin AK Bremen
  • Berufskrankheiten in Europa,
    Laurent Vogel, Senior-Researcher, European Trade Union Institute (ETUI), Brüssel; Vortrag in Englisch mit Simultanübersetzung
  • Berufskrankheitenliste gestern, heute, morgen
    Mag.a Christa Marischka, Sozialrechts-Expertin AK Wien
  • Ist das Berufskrankheitenrecht noch zeitgemäß?
    Podiumsdiskussion mit den Vortragenden Laurent Vogel, Barbara Reuhl, Mag.a Christa Marischka, Mag. Karl Brandstetter sowie DI Georg Effenberger (AUVA Wien) und Prim. Dr. Erich Pospischil (Öst. Gesellschaft für Arbeitsmedizin)