Oak – Atem- und Meditationsübungen

Oak bietet kostenfreie Atem- und Meditationsübungen an. Die Atemübungen werden sehr praktisch visualisiert (Einatmen – halten – Ausatmen – halten). Die Meditationsübung läßt einem auf den Atem und spürbare Effekte fokusieren. Also immer wieder auf das Gefühl beim Einatmen im Bauch oder Nasenöffnung zurückkommen, wenn die kleinen Äffchen im Kopf wieder die Oberhand gewinnen sollten. Natürlich wird regelmässiges Üben belohnt und man bekommt ein neues Statusbild. So einfach ist der Sammeltrieb des Menschen zu aktivieren, um die Motivation für neue Gewohnheiten aufrecht zu erhalten. Weiterführende Meditationsübungen werden zum Kauf angeboten. Das ganze ist in Englisch.

 

Tag 1 10.10.2019:
Fleissig Atemübungen ausprobiert. Die sind so kurz, dass sie eigentlich immer möglich sein sollten.

Tag 1 22.10.2019: Mediation ist schon aufwendiger, muss sich Zeit nehmen und ruhig sitzen bleiben… Bin nun schon auf dem Bonsai-Level.

 

hiMoment – ein smartes Stimmungs-Tagebuch

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hiMoment versucht mit einem Stimmungstagebuch und selbst ausgewählten Schnaopschüssen die eigene Laune zu verbessern. Zu schnell vergißt man schöne Momente. So werden sie festegehalten und die App bietet immer wieder Erinnungen an, um diese aufzufrischen. Durch die Auswahl von beliebten Augenblicken, werden diese Gefühle wieder aktualisiert und „boosten“ die Stimmung. Wissenschaftlicher Hintergrund sind die Erkenntnisse der Positiven Psychologie (Seligmann) und Neuropsychologie. The power of savouring – das Würdigen von Momenten wird als psychologisch wirksame Technik vorgestellt, um die seelische Gesundheit zu verbessern. Es ist ein österreichisches Startup aus Wien (Christoph Schnedlitz, Jan Hrubý) und versucht schön langsam Geld damit zu verdienen.

Tag 1 24.10.2019:
Eine Reihe von Fotos eingeloggt und schon teils bewertet. Viel Familie, Sport oder Joberlebnisse. Bis jetzt sind meine genutzten Funktionen kostenfrei.

„Bipolar-Academy.com“ Online-Psychoedukation

Screenshot 2017-04-14 10.30.39In acht Online-Videos wird über die bipolare affektive Störung („manisch-depressive Krankheit“) für Betroffene, Angehörige und Interessierte aufgeklärt. Sinnvoll ist beispielsweise der Einsatz in Organisationen, um über diese psychische Krankheit auf moderne und wissenschaftlich abgesicherte Weise zu informieren.

„In der ersten Einheit der Bipolar-Academy zeigen wir dir, was es mit der Bipolar Affektiven Erkrankung auf sich hat und wir geben dir einen Ausblick darauf, wie Depression und Manie in den Griff zu bekommen sind.“ Die ersten zwei Videos sind kostenfrei, danach sind aktuell 14,99€ für die übrigen sechs Videos zu bezahlen.

Heute schon getratscht?

In seinem Buch „Klatsch und Tratsch, wie der Mensch zur Sprache fand“ stellt Robin Dunbar die Ergebnisse seiner  Forschergruppe vor. Er bringt Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Gehirn-, Körper- und Gruppengröße. Kurzgesagt haben Tiere, welche ihre Nahrung sehr einfach finden, in Relation ein kleineres Gehirn (z.B. Kühe, Pferde). Bei Tieren in Gruppenverband wird ein größerer Neocortex festgestellt, da diese komplexerer Abläufe bewältigen müssen als von einem einzelgängerischen Tier. Um die eigene Gruppe zu verstehen, ist mehr Raffinesse und Einfühlungsvermögen nötig. Ohne Empathie wäre kein Gruppenverhalten denkbar, welches länger bestand hat, also hat es evolutionären Wettbewerbsvorteile gebracht. Interessant ist die Herleitung vom Lausen der Affen. Das Grooming hatte den Zweck die Kleingruppe zusammenzuhalten. Als die Gruppengröße stieg und das Lausen zu zeitintensiv wurde, könnte sich die Sprache entwickelt haben. Mittels der Sprache erreichte man mehr Mitglieder, um sie mittels Tratsch und Klatsch über Neues zu informieren, sich über Schicksale auszutauschen oder die überlebenswichtigen Normen der Gruppe zu festigen. Man konnte direkt kommunizieren, sich verbünden, sich besänftigen oder Zusagen machen. Die Kommunikation des heutigen Menschen besteht zu  einem großen Teil aus persönlichen Geschichten, bad news oder Gossip (z.B. die Faszination von Seifenopern und Serien, Talkshows). Die Kehrseite davon ist, dass gerade negative, beschämende oder peinliche (Halb)wahrheiten und Gerüche rasch Verbreitung finden. Ursprünglich hatte dies den Zweck das Überleben der Gruppe zu sichern, indem z.B. Regelverletzungen offengelegt wurden (siehe: auf den Pranger stellen). Heute kann es zu Mobbing eskalieren und jeder übernimmt seine Verantwortung für sein Tun bzw. Zusehen (Stichwort Bystander-Effekt).

 

Burnout-Manual für Klinik und Praxis

Lalouschek, W. (2011). Burnout-Manual für Klinik und Praxis. Wien: Verlagshaus der Ärzte.

Mit knappen Worten beschreibt Univ.Prof. Wolfgang Lalouschek seine Erfahrungen und Handlungsempfehlungen in diesem dünnen Büchlein für Allgemein-Mediziner und interessierte Fachkollegen.

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Das Gift der Empathie

Im Beitrag des Falters über das Buch von Fritz Breithaupt  (Die dunklen Seiten der Empathie, Surhkamp) und anschließenden Interview werden neue Facetten des positiv besetzen Begriffs Empathie vorgeführt. Beim Stockholmsyndrom hat man Mitgefühl mit dem Falschen, dem Geiselnehmer. Der Terrorist hat nur Empathie für seine vermeintlich gegeißelte Gruppe. Empathische Vampire saugen einem die Lebensenergie aus, um ihre Ziele zu erreichen. Helikoptereltern lassen Kindern keine Chance auf Entwicklung, Stalker verkehren ihre enttäuschte Liebe in Hass um. Ohne Empathie wäre kein Gruppenverhalten denkbar, welches länger bestand hat, also hat es evolutionären Wettbewerbsvorteile gebracht. Interessant ist die Herleitung vom Lausen der Affen. Die Ergebnisse der Forschergruppe um Robin Dunbar sehen einen Zusammenhang zwischen Gruppenverhalten und Sprachentwicklung. Das Grooming hatte den Zweck die Kleingruppe zusammenzuhalten. Als die Gruppengröße stieg und das Lausen zu zeitintensiv wurde, könnte sich die Sprache entwickelt haben. Mittels der Sprache erreichte man mehr Mitglieder, um sie mittels Tratsch und Klatsch über Neues zu informieren, sich über Schicksale auszutauschen oder die überlebenswichtigen Normen der Gruppe zu festigen.